Du stehst vor dem Supermarktregal und greifst zur 15-Kilo-Packung für 9,99 Euro. „Ist doch Hundefutter", denkst du dir. Hauptsache satt. Hauptsache billig. Und dann wunderst du dich ernsthaft, warum dein Hund nach drei Jahren aussieht wie ein Wrack auf vier Beinen.
Lass mich raten: Stumpfes Fell? Check. Ständig kratzen? Check. Durchfall im Wochentakt? Check. Aber hey, der Tierarzt ist ja schuld, das Wetter, die Gene – nur nicht das Zeug, das du jeden Tag in den Napf kippst, oder?
Du willst es nicht wahrhaben
Dein Hund ist kein Müllschlucker. Er ist kein lebender Komposthaufen für Schlachtabfälle, Getreidereste und Zuckerrübenmelasse. Aber genau das fütterst du ihm. Tag für Tag. Und wenn er dann kotzt, die Ohren entzündet sind oder seine Gelenke mit fünf Jahren im Arsch sind, jammerst du auf Facebook rum: „Mein armer Schatz, keiner weiß, was er hat!"
Doch, wissen wir. DU bist das Problem.
Du gibst mehr Geld für deinen Energy-Drink aus als für das Futter deines besten Freundes. Du scrollst stundenlang durch Social Media, aber fünf Minuten die Zutatenliste lesen? „Keine Zeit, zu kompliziert." Du kaufst dir Bio-Gemüse, aber dein Hund kriegt Tiermehl aus undefinierbaren Quellen. Merkst du's?
Die bittere Wahrheit
Dein Hund kann sich nicht wehren. Er kann nicht sagen: „Hey, dieser Scheiß macht mich krank." Er frisst, was du ihm vorsetzt, weil er dir vertraut. Weil er dich liebt. Bedingungslos. Auch wenn du diese Liebe mit Ramsch aus der Discount-Tonne beantwortest.
Und dann kommt der Tag, an dem der Tierarzt dir eröffnet: Nierenprobleme. Allergien. Bauchspeicheldrüse am Ende. Oder Krebs. Und du weinst Krokodilstränen, während du dich fragst, wie das passieren konnte. Spoiler: Es ist passiert, weil du jahrelang weggeschaut hast.
Was dich entlarvt
Du gibst 50 Euro für Spielzeug aus, das nach zwei Tagen zerfetzt ist. Du kaufst das fünfte Halsband, weil's so süß aussieht. Aber für hochwertiges Futter? „Viel zu teuer!" Als ob dein Hund ein Kostenfaktor wäre und kein Familienmitglied.
Du postest Instagram-Stories von eurem Spaziergang, während dein Hund zuhause vor einem Napf mit 4% Fleischanteil sitzt. Du nennst dich Hundeliebhaber, aber verhältst dich wie jemand, dem die Gesundheit seines Tieres scheißegal ist.
Die unbequeme Frage
Willst du wirklich erst aufwachen, wenn es zu spät ist? Wenn die Tierarztrechnungen explodieren, weil die Organe versagen? Wenn dein Hund mit acht Jahren stirbt, obwohl seine Rasse 15 Jahre alt werden könnte?
Gutes Futter ist keine Luxusdebatte. Es ist das Mindeste. Es ist der grundlegendste Akt der Fürsorge. Und wenn du dir das nicht leisten kannst oder willst, dann stell dir die härteste Frage überhaupt: Warum hast du überhaupt einen Hund?
Die Lösung ist simpel
Lies die verdammte Zutatenliste. Investiere in Qualität statt Quantität. Informiere dich. Nimm die Gesundheit deines Hundes ernst, bevor es zu spät ist.
Oder akzeptiere einfach, dass du der Grund bist, warum dein Hund leidet. Die Wahl liegt bei dir. Aber hör auf, dich als Opfer zu inszenieren, wenn die Konsequenzen kommen. Du hattest jeden Tag die Chance, es besser zu machen.
Du hast sie nur nicht genutzt.