Der art gerecht sein - was bedeutet es im Bezug zum Hundefutter

Der art gerecht sein - was bedeutet es im Bezug zum Hundefutter

Du stehst im Supermarkt vor dem Regal mit Hundefutter und fragst dich vielleicht: Was braucht mein Hund eigentlich wirklich? Die Begriffe „artgerecht" und „natürlich" begegnen dir überall – aber was steckt tatsächlich dahinter?

Ein Blick zurück zum Wolf

Wenn wir von artgerechter Ernährung sprechen, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Vorfahren unserer Hunde. Der Wolf als Stammvater aller Hunderassen ernährt sich hauptsächlich von Beutetieren. Er frisst nicht nur das pure Muskelfleisch, sondern auch Innereien, Knochen, Knorpel und sogar den Mageninhalt seiner Beute – samt pflanzlicher Bestandteile.

Bedeutet das nun, dass dein Hund ausschließlich rohes Fleisch braucht? Nicht ganz. Denn im Laufe von Jahrtausenden hat sich dein vierbeiniger Freund an das Leben mit uns Menschen angepasst. Hunde können heute Stärke besser verdauen als Wölfe – ein evolutionärer Vorteil, der ihnen half, gemeinsam mit Menschen zu leben und deren Essensreste zu verwerten.

Was heißt artgerecht konkret?

Artgerechtes Hundefutter orientiert sich an den natürlichen Ernährungsbedürfnissen deines Hundes als Karni-Omnivore – also als fleischfressendes Tier mit omnivoren Tendenzen. Das bedeutet:

Fleisch steht an erster Stelle. Dein Hund braucht hochwertige tierische Proteine für Muskelaufbau, Fellgesundheit und ein starkes Immunsystem. Achte darauf, dass Fleisch die Hauptzutat im Futter ist – nicht Getreide oder Füllstoffe.

Innereien sind wertvoll. Leber, Herz und Niere liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die in reinem Muskelfleisch fehlen würden. Ein gutes Hundefutter enthält diese natürlichen Nährstoffquellen.

Pflanzliche Bestandteile in Maßen. Gemüse, Obst und Kräuter ergänzen die Ernährung mit Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen und zusätzlichen Vitaminen. Sie sollten aber nie den Hauptanteil ausmachen.

Keine unnötigen Zusätze. Künstliche Farb- und Aromastoffe, ebenso Getreide oder Zucker haben in artgerechtem Futter nichts verloren. Dein Hund braucht sie nicht – und sie können sogar schaden.

BARF, Nassfutter oder Trockenfutter?

Die Fütterungsphilosophien sind vielfältig. Beim BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) stellst du die Mahlzeiten selbst aus rohen Zutaten zusammen – nah am Beutetierprinzip. Das erfordert allerdings Wissen über Nährstoffbedarf und sorgfältige Planung.

Hochwertiges Nassfutter kann eine praktische Alternative sein, wenn es einen hohen Fleischanteil hat und auf unnötige Füllstoffe verzichtet. Trockenfutter ist praktisch für unterwegs, sollte aber ebenfalls qualitativ hochwertig sein.

Auf deinen Hund kommt es an

Letztendlich ist jeder Hund individuell. Alter, Größe, Aktivitätslevel und eventuelle Unverträglichkeiten spielen eine Rolle. Artgerecht bedeutet also auch, die Ernährung an die Bedürfnisse deines speziellen Hundes anzupassen.

Beobachte deinen Hund: Glänzendes Fell, gute Verdauung, ausreichend Energie und Freude am Futter sind Zeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist. Denn am Ende geht es darum, dass dein treuer Begleiter gesund und glücklich an deiner Seite durchs Leben geht.

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